Beschreibung
Zustand:
Das aus einer Holzbohle gefertigte Denkmal hat größtenteils seine Bekrönung, den Fuß und Teile der Oberfläche eingebüßt. Ferner fehlt das aus Zierleisten gebildete Gesims unterhalb der Bekrönung komplett. Der untere Randbereich des Grabmals ist stark lädiert.
Gestaltung:
Die Grabtafel trägt auf Vorder- und Rückseite erhabene Inschriften. Ein umlaufendes Gesims trennt das Textfeld von einer aus Akanthusblättern gebildeten Bekrönung. Die Linienführung der unteren Seitenbereiche wird durch jeweils zwei aneinandergereihte Konkavbögen mit Blattreliefs aufgelockert. Unter dem Text der Rückseite steht ein kleines Zierelement. Die farbige Fassung der Grabtafel ist insbesondere auf der Rückseite noch gut erkennbar.
Inschrift
Bekrönung:
(Z)um
Andenken.
Textfeld Vorderseite:
(Alhier r)uhen in Gott neben
(einand)er Joachim Heinrich
Christoph und Sophia Ml.
Dorothea Wichman̅ Zwil =
lingsgeschwister des Akker =
mannes Johan̅ Heinrich
Wichman̅ und seiner Ehe =
gattin Anna Dorothea
geb. Schardt. Der
Knabe geb. d. 18t Oct ·
Das Mädchen d. 17t Oct.
1826. Ersterer starb d. 10t
Sept. 1827; a. 10 M. 22 T. Letzte =
re d. 29 Maerz 1828 a. 1 J. 5 M. 12 t.
Textfeld Rückseite:
Was Euch hier geblüht zu
Freuden, Blüht dort frei
von allen Leiden, Für das
Glück der Ewigkeiten;
Weinet nicht !
Weinet nicht! Denn Wieder =
Sehen Lohnt bei Gott die
Trennungswehen ·
Sterbe heiszt zum
Vater gehen.
Weinet nicht!
Anmerkung:
Bei Leineweber/Fettback „Diese Krone weihten tief betrübte Eltern Der Totenkronenbrauch und seine Sachzeugen in Altmark und Elb-Havel-Winkel“, treditions GmbH Hamburg 2021, S. 212 wird die einstige Funktion dieser Denkmalsform erörtert: „Totenkronenbretter erlangten die Geltung von Epitaphien, mitunter wohl auch von Grabtafeln. Neben den Totenkronenbrettern und Kranzkästen fanden sich vereinzelt auch hölzerne Grabtafeln jung und ledig verstorbener Personen in der Kirche von Audorf und dem Freilichtmuseum Diesdorf. Zumindest bei den schlicht gestalteten Exemplaren steht die Vermutung, dass sie nach einer Zeit auf der Grabstelle in die Kirche übernommen wurden, um dort die Aufgabe als Erinnerungsmal zu erfüllen.“
Der Ackermann Johann Heinrich Wichmann (* Bonese 23. Januar 1792 † Bonese 8. September 1846, Auszehrung, hinterließ eine Tochter, Sohn des Ackermanns Jürgen Carl Wichmann in Bonese und dessen Ehefrau Anne Ilse Dierks) verheiratetet sich am 18. November 1817 mit Anna Dorothea Schardt (* Winkelstedt 19. November 1797 † Bonese 15. November 1878, Altersschwäche, Tochter des Ackermanns Johann Christoph Schardt in Winkelstedt und der Margarethe Maria geb. Niemann). Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor:
1) Catharina Maria Wichmann * Bonese 29. September 1821 oo 26. November 1844 Johann Christoph Meier, Ackermann in Bonese, Sohn des Käthners und Schneiders Joachim Friedrich Meier in Gröningen und dessen Ehefrau Catharina Maria Bannier,
2) Sophia Maria Dorothea Wichmann * Bonese 17. Oktober 1826 † 29. März 1828 „Innere Krankheit“,
3) Joachim Heinrich Christoph Wichmann * Bonese 18. Oktober 1826 † 10. September 1827 „An Erbrechen“.
Herrn Friedrich-Wilhelm Gille aus Wiepke sei für den Hinweis auf dieses Grabmal herzlich gedankt.
Abmessungen:
ca. 1,17 m × 0,53 m × 0,063 m (H/B/T)
Lage:
Die Gedenktafel steht im Turmergeschoss der Kirche.
Zustand:
Das aus einer Holzbohle gefertigte Denkmal hat größtenteils seine Bekrönung, den Fuß und Teile der Oberfläche eingebüßt. Ferner fehlt das aus Zierleisten gebildete Gesims unterhalb der Bekrönung komplett. Der untere Randbereich des Grabmals ist stark lädiert.
Gestaltung:
Die Grabtafel trägt auf Vorder- und Rückseite erhabene Inschriften. Ein umlaufendes Gesims trennt das Textfeld von einer aus Akanthusblättern gebildeten Bekrönung. Die Linienführung der unteren Seitenbereiche wird durch jeweils zwei aneinandergereihte Konkavbögen mit Blattreliefs aufgelockert. Unter dem Text der Rückseite steht ein kleines Zierelement. Die farbige Fassung der Grabtafel ist insbesondere auf der Rückseite noch gut erkennbar.
Inschrift
Bekrönung:
(Z)um
Andenken.
Textfeld Vorderseite:
(Alhier r)uhen in Gott neben
(einand)er Joachim Heinrich
Christoph und Sophia Ml.
Dorothea Wichman̅ Zwil =
lingsgeschwister des Akker =
mannes Johan̅ Heinrich
Wichman̅ und seiner Ehe =
gattin Anna Dorothea
geb. Schardt. Der
Knabe geb. d. 18t Oct ·
Das Mädchen d. 17t Oct.
1826. Ersterer starb d. 10t
Sept. 1827; a. 10 M. 22 T. Letzte =
re d. 29 Maerz 1828 a. 1 J. 5 M. 12 t.
Textfeld Rückseite:
Was Euch hier geblüht zu
Freuden, Blüht dort frei
von allen Leiden, Für das
Glück der Ewigkeiten;
Weinet nicht !
Weinet nicht! Denn Wieder =
Sehen Lohnt bei Gott die
Trennungswehen ·
Sterbe heiszt zum
Vater gehen.
Weinet nicht!
Anmerkung:
Bei Leineweber/Fettback „Diese Krone weihten tief betrübte Eltern Der Totenkronenbrauch und seine Sachzeugen in Altmark und Elb-Havel-Winkel“, treditions GmbH Hamburg 2021, S. 212 wird die einstige Funktion dieser Denkmalsform erörtert: „Totenkronenbretter erlangten die Geltung von Epitaphien, mitunter wohl auch von Grabtafeln. Neben den Totenkronenbrettern und Kranzkästen fanden sich vereinzelt auch hölzerne Grabtafeln jung und ledig verstorbener Personen in der Kirche von Audorf und dem Freilichtmuseum Diesdorf. Zumindest bei den schlicht gestalteten Exemplaren steht die Vermutung, dass sie nach einer Zeit auf der Grabstelle in die Kirche übernommen wurden, um dort die Aufgabe als Erinnerungsmal zu erfüllen.“
Der Ackermann Johann Heinrich Wichmann (* Bonese 23. Januar 1792 † Bonese 8. September 1846, Auszehrung, hinterließ eine Tochter, Sohn des Ackermanns Jürgen Carl Wichmann in Bonese und dessen Ehefrau Anne Ilse Dierks) verheiratetet sich am 18. November 1817 mit Anna Dorothea Schardt (* Winkelstedt 19. November 1797 † Bonese 15. November 1878, Altersschwäche, Tochter des Ackermanns Johann Christoph Schardt in Winkelstedt und der Margarethe Maria geb. Niemann). Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor:
1) Catharina Maria Wichmann * Bonese 29. September 1821 oo 26. November 1844 Johann Christoph Meier, Ackermann in Bonese, Sohn des Käthners und Schneiders Joachim Friedrich Meier in Gröningen und dessen Ehefrau Catharina Maria Bannier,
2) Sophia Maria Dorothea Wichmann * Bonese 17. Oktober 1826 † 29. März 1828 „Innere Krankheit“,
3) Joachim Heinrich Christoph Wichmann * Bonese 18. Oktober 1826 † 10. September 1827 „An Erbrechen“.
Herrn Friedrich-Wilhelm Gille aus Wiepke sei für den Hinweis auf dieses Grabmal herzlich gedankt.
Abmessungen:
ca. 1,17 m × 0,53 m × 0,063 m (H/B/T)
Lage:
Die Gedenktafel steht im Turmergeschoss der Kirche.
Text und Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2025