altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Ilkhe? Wulf

Tochter des Amtmanns, Konventualin?

Sterbedatum:
22.08.1580
Konfession:
evangelisch
Ort:
Amt Dambeck
Standort:
Klosterkirche
GPS:
11.163790 - 52.788790

Beschreibung
Zustand
:
Das aus Sandstein gefertigte, kleine Epitaph ist quer in zwei Teile zerbrochen. Ferner sind an sämtlichen Körperkanten, Rändern und hervorstehenden Zierelementen Abplatzungen bis hin zu größeren Fehlstellen zu beklagen. Einige ältere Ritzungen (1858) verunzieren ebenfalls das Erscheinungsbild.

Gestaltung:
Auf einem Sockel, der am oberen und unteren Rand von Gesimsen betont wird, befindet sich eine vertiefte Inschrift. Darüber erhebt sich eine Doppelarkade, unter der zwei weibliche Heiligen-Figuren stehen. Zwischen den beiden Bögen steht ein Engelskopf über einem Flügelpaar. Ein Giebeldreieck bildet die Bekrönung des Grabmals.

Inschrift:
(I?)LKHE · WVLFS · IST · DEN · 22 · AVGVS
TI · ANNO · 80 ·
DOROTHEA · WVLFS · ABER · A̅O̅ · 89
INGOT · SELIGLIG · ENTSCHLAF…

Anmerkung:
Der auf der Westempore abgelegte Grabstein unbekannter Herkunft ist dort bei Restaurierungsarbeiten Ende 2024 (wieder) entdeckt worden (Mitteilung Herr Jens Binfet, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Kloster Dambeck).
Kloster Dambeck wurde 1224 gegründet. Nach der Reformation erfolgte die Umwandlung des Benediktinerinnenkloster in ein evangelisches Damenstift. 1542 gelangte das Kloster im Zuge der Säkularisierung in den Pfandbesitz der Familie von der Schulenburg.
Sollte der Grabstein aus der Klosterkirche stammen, könnte es sich bei den beiden 1580 bzw. 1589 verstorbenen weiblichen Personen (Schwestern?) um Konventualinnen oder um Töchter eines Verwalters handeln.

Lage:
Derzeit ist der Grabstein auf einem Sack liegend unter der Westempore der Klosterkirche zwischengelagert.

Text und Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2025