altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Luise Friederike Oelze

Brohm

Ehefrau des Pastors

Sterbedatum:
n. 1871.
Konfession:
evangelisch
Ort:
Zichtau
Standort:
Kirchhof
GPS:
11.298833 - 52.606981

Beschreibung
Zustand
:
Aufgrund der starken Oberflächenkorrosion des gusseisernen Grabkreuzes, das von seinem Sockel abgetrennt wurde, ist die Lesbarkeit auf der Vorderseite partiell eingeschränkt.

Gestaltung:
Das Kreuz stand vermutlich auf einem Sandsteinsockel und besitzt einen erhabenen Rand sowie erhabene Inschriften. Die Ränder der Kreuzenden sind durch eine Aneinanderreihung mehrerer Konkavbögen aufgelockert.

Inschrift
Vorderseite
:
HIER
RUHET IN
GOTT
LUISE FRIEDERIKE OELZE,
geb. BROHM,
* 14. FEBRUAR 1814, † 1. JANUAR 18….

Rückseite:
Psalm 90, 10.
WENN ES KÖSTLICH GEWESEN IST,
SO IST ES MÜHE UND ARBEIT GEWESEN.

Anmerkung:
Das Ableben der Luise Friederike Oelze geb. Brohm wurde nicht im Kirchenbuch von Zichtau dokumentiert, was auf einen anderen Sterbeort hindeutet. Das Grabkreuz (gleiche Gestaltung wie die übrigen Kreuze in der Familiengrabstätte Oelze - Zichtau) ist dann wahrscheinlich erst nach Aufhebung der Grabstätte nach Zichtau gelangt.
Die Verstorbene wurde in Seehausen/Altmark am 14. Februar 1814 als Tochter des dortigen Superintendenten Caspar Christoph Conrad Brohm und dessen Ehefrau Johanne Auguste Göring geboren. Deren Trauung mit dem Pastor und späteren Superintendenten Gustav Eduard Oelze (* Zichtau 11. Februar 1801 † Zichtau 1. Februar 1871, Sohn des Pastors August Joachim Oelze und dessen Ehefrau Johanne Friederike Schulz in Zichtau) am 9. Januar 1855 in Zichtau wurde von ihrem Bruder, Pastor Albert Friedrich Brohm (* Seehausen 27. Juni 1812) aus Lübnitz (heute ein Stadtteil von Bad Belzig), vollzogen.
Oelze war in erster Ehe seit dem 5. Juni 1827 mit Auguste Emilie Herms († Zichtau 5. Oktober 1852, Nervenleiden, Hautwassersucht, Tochter des Pastors Johann Georg Herms und dessen Ehefrau Charlotte Henriette geb. Oelze in Bregenstedt), verheiratet.
Vgl. auch Czubatynski „Evangelisches Pfarrerbuch für die Altmark“, S. 250. Demnach hatte Oelze von 1825 bis 1871 die Pfarrstelle in Zichtau inne. Er war ein Sohn des Pastors August Joachim Oelze, der von 1789 bis 1791 Pfarrgehilfe in Rogätz und von 1791 bis 1823 die Pfarrstelle in Zichtau besetzte.
Superintendent a. D. Oelze starb 1871 in Zichtau an einem Herzschlag und wurde auf dem Kirchhof „zu Zichtau unter der alten Linde“ begraben. Er hinterließ neben seiner zweiten Ehefrau vier Söhne und eine Tochter. Von ihm, seiner ersten Ehefrau, dem Sohn Bernhard Oelze und dessen zweiter Ehefrau sind auf dem Zichtauer Friedhof ebenfalls die Grabkreuze erhalten.

Lage:
Nach der Auffindung des Grabkreuzes in der Patronatslage der Kirche vor kurzer Zeit durch Mitglieder des neuen Gemeindekirchenrates wurde es innerhalb der Familiengrabstätte der Pastorenfamilie Oelze südwestliche der Kirche niedergelegt.

Text und Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2025