Beschreibung
Zustand:
Die aus Sandstein gefertigte Grabplatte hat auf der Oberfläche kleinere Fehlstellen. Der rechte Randbereich ist teilweise vom Gestühl überdeckt. Die untere Hälfte fehlt.
Gestaltung:
Die Platte besitzt eine gekerbte Umrandungslinie und trägt eine vertiefte Inschrift.
Inschrift:
Alhier ruhet
nach ausgestandner Unruhe H. GEORG Wendland,
Anfangs Kauf = und Handelsm:
Darnach Königl Postm(eister)
alhier
Ist gebohren in Saltz(wedel)
Den 31. Dec: Anno 16(49)
Hat sich mit Fr. SOPHRO(SI„)
NA Schultzin verheyra(tet)
Anno 1671
...
Anmerkung:
Jürgen (Georg) Wendland wurde lt. Kirchenbuch Katharinenkirche in Salzwedel am 2. Januar 1650 als Sohn des Heinrich Wendtland, der seit 1644 mit Ilsabe Reinecke verheiratet war, getauft.
Die nur lückenhaft erhaltene Inschrift auf dem Grabstein und das erst relativ späte Einsetzen der Sterberegister der Marienkirche in Stendal im Jahre 1720 erschweren die genealogische Recherche zu dem Verstorbenen.
1672 verheiratete sich Wendland: „Georg Wendland mit Frau Sophrosynen Schultzin, Hl. Andr. Lüidkenß Sel. gewes. Bürgers u. Seidenkramers alhier, Rl Vid.“ Als Datum für die dritte Proklamation wurde „Fer. 2. Pasch.“ angegeben. Von 1673 bis 1679 sind Kindstaufen dieser Eheleute bezeugt.
Georg Wendland war „Ihro Königl. Maj. in Preüßen hochbestallter Postmeister allhier“, wie aus der Heiratsdokumentation des Sohnes Johann Valentin Wendland (Steuereinnehmer) mit Catharina Margarethe Held im Jahre 1704 aus dem Heiratsregister hervorgeht. Folglich hat Georg Wendland 1704 noch gelebt.
Sophrosine Schultz (Prätorius) ging im Jahre 1663 ihre erste Ehe in der Marienkirche zu Stendal ein: „Hl. Andreaß Lüdecke Viduus, Vornehmer Bürger v. Seidenkramer alhier, mit J. Sophrosynen, Hl. johannis Schulteti Wolverordneten Pastoris alhie zu St. Marien, Eheleibl. Tochter“. Als Datum für die dritte Proklamation wurde „Am Tage Catharinen“ angegeben. Aus dieser Ehe gingen lt. Taufregister keine Kinder hervor.
Der Grabstein von Sophrosine geb. Schultz (Prätorius) liegt ebenfalls in der Marienkirche in der Taufkapelle.
Lage:
Der Grabstein liegt unter der Orgelempore in einem Sandsteinplatten-Streifen, der zur Gliederung des Ziegelstein-Fußbodens zwischen den Pfeilern dient.
Zustand:
Die aus Sandstein gefertigte Grabplatte hat auf der Oberfläche kleinere Fehlstellen. Der rechte Randbereich ist teilweise vom Gestühl überdeckt. Die untere Hälfte fehlt.
Gestaltung:
Die Platte besitzt eine gekerbte Umrandungslinie und trägt eine vertiefte Inschrift.
Inschrift:
Alhier ruhet
nach ausgestandner Unruhe
H. GEORG Wendland,
Anfangs Kauf = und Handelsm:
Darnach Königl Postm(eister)
alhier
Ist gebohren in Saltz(wedel)
Den 31. Dec: Anno 16(49)
Hat sich mit Fr. SOPHRO(SI„)
NA Schultzin verheyra(tet)
Anno 1671
...
Anmerkung:
Jürgen (Georg) Wendland wurde lt. Kirchenbuch Katharinenkirche in Salzwedel am 2. Januar 1650 als Sohn des Heinrich Wendtland, der seit 1644 mit Ilsabe Reinecke verheiratet war, getauft.
Die nur lückenhaft erhaltene Inschrift auf dem Grabstein und das erst relativ späte Einsetzen der Sterberegister der Marienkirche in Stendal im Jahre 1720 erschweren die genealogische Recherche zu dem Verstorbenen. 1672 verheiratete sich Wendland: „Georg Wendland mit Frau Sophrosynen Schultzin, Hl. Andr. Lüidkenß Sel. gewes. Bürgers u. Seidenkramers alhier, Rl Vid.“ Als Datum für die dritte Proklamation wurde „Fer. 2. Pasch.“ angegeben. Von 1673 bis 1679 sind Kindstaufen dieser Eheleute bezeugt.
Georg Wendland war „Ihro Königl. Maj. in Preüßen hochbestallter Postmeister allhier“, wie aus der Heiratsdokumentation des Sohnes Johann Valentin Wendland (Steuereinnehmer) mit Catharina Margarethe Held im Jahre 1704 aus dem Heiratsregister hervorgeht. Folglich hat Georg Wendland 1704 noch gelebt.
Sophrosine Schultz (Prätorius) ging im Jahre 1663 ihre erste Ehe in der Marienkirche zu Stendal ein: „Hl. Andreaß Lüdecke Viduus, Vornehmer Bürger v. Seidenkramer alhier, mit J. Sophrosynen, Hl. johannis Schulteti Wolverordneten Pastoris alhie zu St. Marien, Eheleibl. Tochter“. Als Datum für die dritte Proklamation wurde „Am Tage Catharinen“ angegeben. Aus dieser Ehe gingen lt. Taufregister keine Kinder hervor.
Der Grabstein von Sophrosine geb. Schultz (Prätorius) liegt ebenfalls in der Marienkirche in der Taufkapelle.
Lage:
Der Grabstein liegt unter der Orgelempore in einem Sandsteinplatten-Streifen, der zur Gliederung des Ziegelstein-Fußbodens zwischen den Pfeilern dient.
Text und Foto:
Frank Moldenhauer, Magdeburg 2021