altmarkgeschichte

Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark





Florian Alborn

Sohn des Kastners

Sterbedatum:
14.09.1613
Ort:
Tangermünde
Standort:
Stephanskirche
GPS:
11.975708 - 52.542760

Beschreibung:
Zustand:
Das obere Gesims des Grabmales aus Sandstein besitzt Ausbrüche. Der Volutenzierrat an der rechten Seite fehlt.

Inschrift
oberes Textfeld links:

SUB SISTE VIATOR. FLORIANUM, CHRISTIANUM, MICHÆLEN,
ALBORNIOS, FLORIANI
, CASTELLANI FILIOS PROSEQUERE
TRES SVMUS ET FUMVS NATI PATRIS, VNIUS ORTV
SERIOR HACMORIENS NON TI MULABAR HUMO
HOSPITA BERGAMIHI PROFUGO FUIT, OCCVLIT ILLA
HOSPITA NUNC CINERES OFFICIOSA MEOS ∙
PRIMUS AT HIC REQUIEM CAPIO, CAPIO QUE SECUNDUS

oberes Textfeld rechts:
OMNIBUS VNA FUIT MORTIS IMAGO LVES ∙
GENS ADAMATA DEO FUIMUS ∙ DEUS OBVIUS ERGO
EXCIPIT, ET PUEROS IN SUA REGNA VOCAT ∙
NIRATA SIT MORTIS QUAM NON SUPE RAVIMUS HORA
PROVIDA PRO MURO CURA PARENTIS ERAT
SED MODUS ESTVITÆ, SERIES PRÆFIXA DIE RUN
ERGO DEINUTU MORS, CITA ∙ TARDA ∙ VENIT

unteres Textfeld links:
FLORIANVS.
NASCITVR A̅O̅ ∙ 1603 ∙ I ∙ IAN:
MORITVR A̅O̅ ∙ 1613 ∙ 4 ∙ SEPTEMB:

unteres Textfeld mittig:
CHRISTIANVS.
NASCITVR AN̅O ∙ 1604 ∙
II ∙ NOVEMB: MORITVR AN(NO) ∙ 1613 ∙ 2 ∙ SEPT ∙

unteres Textfeld rechts:
MICHAEL
. NASCITVR A̅O ∙ 1608 ∙ 26 ∙ OCTOB
MORITVR AN̅O ∙ 1613 ∙ 17 ∙ SEPTEMB:

Anmerkung:
Der Grabstein findet Erwähnung in Hossfeld / Haetge „Die Kunstdenkmale der Provinz Sachsen Kreis Stendal Land“, Kommissionsverlag August Hopfer in Burg 1933, S. 230: „54. Grabstein der Knaben Florian, Christian und Michal Alborn, † 1613. h 1,75 m, br 2 m. Im Chorumgang, Nordseite. 3 Standfiguren in 6 cm Relief vor einem gemusterten Teppich, der viermal durch geflügelte Engelsköpfe und 2 Wappen aufgehangen ist. Wappen: 1. Ziehbrunnen, Helmzier zwischen Hörner, Herz und Pfeil und 3 Rosen; 2. Reiher, Helmzier Reiher zwischen Hörnern. Oben zwei Schriftplatten mit liegender erhabener Kapitale. Aus dem lateinischen Distichon geht hervor, daß die Kinder an der Pest gestorben sind. Unter dem Relief in vertiefter Kapitale: (…)“
Pohlmann „Historische Wanderungen durch Tangermünde“, Georg Doegersche Buchhandlung 1846, S. 111. „Den Domainenbeamten Florian Alborn, einen großen Günstling des Kurfürsten redete derselbe in seinem Anschreiben ebenfalls mit Du an. Dieser Florian Alborn starb den 28. April 1621. Er und seine drei Söhne stehen in Stein gehauen an der innern Kirchenwand, unfern des Hochaltares.“

Lage:
Das Grabmal steht innerhalb der Kirche an der Nordseite des Chorumgangs in der zweiten Fensternische.

Text und Foto:
Frank Moldenhauer Magdeburg 2018